ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Grundsätzlich kann man zwischen Institutionalisierten und Nicht-Institutionalisierten Einrichtungen unterscheiden. Zu den Institutionalisierten Einrichtungen zählen Krabbelstuben, Kindergärten und Horte. Zu den Nicht-Institutionalisierten Kinderbetreuungseinrichtungen zählen Au Pair, Babysitter, Tagesmütter, Leihomas sowie private Initiativen. Sie finden hier alle OÖ Kinderbetreuungseinrichtungen in einer einzigartigen Datenbank von uns zusammen gefasst.
Institutionalisierte Einrichtungen
- Krabbelstube
- Kindergärten
- Horte
- Saisonkindergärten/-horte
Nicht-Institutionalisierte Einrichtungen
- Au Pair
- Babysitter
- Ferienbetreuung
- Leihoma und - opa
- Tagesmütter / - väter
- Kinderbetreuung an Universitäten
- Private Initiativen
Institutionalisierte Einrichtungen
Krabbelstube
Krabbelstuben sind Betreuungseinrichtungen für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren. Da dieses Angebot primär für berufstätige Eltern vorgesehen ist, haben diese Einrichtungen großteils ganztätig (5 Tage pro Woche) ohne Unterbrechung und ganzjährig geöffnet. Die Höhe der Elternbeiträge wird derzeit vom jeweiligen Träger selbst bestimmt.
Kindergärten
Kinder können ab dem vollendeten 3. Lebensjahr bis zum Schuleintritt einen Kindergarten besuchen. Neben der Förderung der körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung der Kinder auf spielerische Weise soll der Kindergarten auf den bevorstehenden Schuleintritt vorbereiten. Ein überwiegender Teil der Kindergärten bietet ganztägige Öffnungszeiten an. Die Höhe der Elternbeiträge ist davon abhängig, ob es sich um einen Öffentlichen Kindergarten, Privaten Kindergarten oder Betriebskindergarten handelt. Nähere Informationen zu den zu entrichtenden Beiträgen oder Anmeldungen erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Gemeindeamt/Magistrat, bzw. beim Kindergarten selbst oder bei der jeweiligen Trägerorganisation.
Horte
Darunter versteht man Erziehungs- und Bildungseinrichtungen mit ganzheitlichem Bildungsauftrag für Kinder im schulpflichtigen Alter. Sie unterstützen Eltern in ihren Erziehungsaufgaben durch reichhaltige Angebote wie Lernförderung, Förderung der persönlichen und sozialen Entwicklung sowie sinnvolle Freizeitgestaltung für die Kinder. Mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten (auch an schulfreien Tagen und in den Ferien) kommen Horte auch den Bedürfnissen der Elternteile entgegen. Aktuell werden in Oberösterreich etwa 9.000 Kinder in 205 Horten von 700 pädagogischen Fachkräften und Helfern betreut. Die Kosten für einen Hortplatz sind einkommensabhängig und somit sozial gestaffelt.
Saisonkindergärten/-horte, Ferienbetreuung
Damit die Kinder berufstätiger Eltern auch während der Ferienzeit gut versorgt sind, gibt es saisonale öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen (Kindergärten, Horte), die auch während der Sommerferien Betreuung anbieten. Die Öffnungszeiten der Saisoneinrichtungen werden stets bedarfsgerecht festgelegt. Für die übrige Zeit gibt es auch Alternativen (siehe unter Ferienbetreuung).
Nicht-Institutionalisierte Einrichtungen
Au Pair
Junge aufgeschlossene kinderliebe Personen aus dem Ausland mit vorhandenen Deutschgrundkenntnissen übernehmen gegen freie Kost und Logis, Familienanschluss und ein monatliches Taschengeld die Betreuung der Kinder sowie leichte Haushaltstätigkeiten. Ein besonderer Vorteil dieser Kinderbetreuungsform ist die Flexibilität. Ein Au Pair ist integriert wie ein Familienmitglied und somit auch dann verfügbar, wenn man es kurzfristig braucht, weil bspw. ein kurzfristiger Termin der Elternteile wahrzunehmen ist. Hier finden Sie nähere Informationen zur Au Pair Vermittlung.
Babysitter
Darunter versteht man Betreuungspersonen (vorwiegend Schüler und Studenten) die stundenweise Kinderbetreuung direkt im Hause der Familie übernehmen. Diese Betreuungsform eignet sich besonders für Abende oder tagsüber zur Überbrückung von zeitlichen Engpässen, anstehenden Arztterminen oder um als Elternteil wieder etwas Zeit für sich zu haben. Hier finden Sie unsere Babysitterbörse mit Betreuungspersonen in ganz OÖ.
Ferienbetreuung
Ergänzend zu Saisonkindergärten und -horten gibt es verschiedene Organisationen bzw. Veranstalter (OÖ Familienbund, Kinderfreunde, Jugendservice etc.), die Ferienbetreuung für Kinder anbieten. Das Angebot eignet sich für Kinder zwischen 5 und 14 Jahren und umfasst Ferienspiele, Ferienhorte, Feriencamps und Lernwochen. Auf dem Programm stehen Basteln, Spielen, Kochen u.v.m. Nicht nur berufstätige Eltern profitieren von der alternativen Ferienbetreuung - auch für nicht berufstätige Eltern bietet sich damit eine ideale Möglichkeit, den Kinder abwechslungsreiche Ferien zu bieten.
Leihoma und -opa
Leihomas und -opas übernehmen meist die Rolle von fehlenden Großeltern in der Familie. Sie betreuen die Kinder stundenweise, holen diese vom Kindergarten oder Hort ab, wenn die Eltern in der Arbeit sind oder abends einmal wieder ausgehen möchten. Leihomas und -opas sind ältere, körperlich und geistig noch rüstige Personen, die gerne regelmäßig auf Kinder aufpassen möchten, aber häufig im eigenen familiären Umfeld keine Möglichkeit dazu haben.
Tagesmütter / -väter
Tagesmütter/-väter betreuen mehrere Kinder unterschiedlichen Alters im eigenen Privathaushalt und gewährleisten eine familienähnliche Situation. Eine Tagesmutter kann bis zu vier Kinder (einschließlich der eigenen) gleichzeitig betreuen. Damit auch die Qualität der Betreuung stimmt, arbeitet die Jugendwohlfahrt mit sieben Tagesmütter-Vereinen zusammen, die für die Ausbildung, Begleitung und Vermittlung zuständig sind. Jede/r Tagesmutter/ -vater braucht außerdem von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde eine Pflegebewilligung. Die Tagesmüttervereine werden von der Jugendwohlfahrt finanziell unterstützt, damit ein sozial gestaffelter Elternbeitrag ermöglicht wird.
Kinderbetreuung an Universitäten
Um Studium und Kind vereinbaren zu können, werden an manchen Universitäten Kinderbetreuungseinrichtungen speziell für Studierende angeboten. Diese Einrichtungen werden meist direkt von den Universitäten bzw. den örtlichen Hochschülerschaften zur Verfügung gestellt.
In Linz gibt es beispielsweise stundenweise Kinderbetreuung direkt am Campus. Nähere Auskünfte sind über das "Kinderbüro" einzuholen. Dort werden Kinder ab einem Alter von 6 Monaten gegen 2 Euro pro Stunde betreut. Das Sozialreferat der Johannes Kepler Universität in Linz bietet ebenfalls im Rahmen von "Studieren mit Kind-Treffen" die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern auszutauschen und nützliche Informationen rund um Fördermöglichkeiten und Beihilfen zu erhalten.
Private Initiativen
Diese sind als private Organisationen (meist als Vereine) organisiert und stellen eine Ergänzung zum herkömmlichen Institutionellen Kinderbetreuungsangebot dar. Beispielhaft hierfür sind so genannte Spiel- und Kindergruppen. Bei diesen Angeboten handelt es sich häufig um private Elterninitiativen, die eine außerhäusliche Betreuung und Erziehung ihrer Kinder aktiv mitgestalten und mitverantworten wollen. Aktive Mitarbeit der Eltern - sei es in organisatorischen oder pädagogischen Fragen - ist somit erwünscht und notwendig. Vorteilhaft erweist sich das Konzept, weil damit das Betreuungsangebot speziell auf die Vorstellungen und Wünsche der Erziehungsberechtigten ausgerichtet werden kann. Finanziert werden Spiel- und Kindergruppen primär durch Elternbeiträge und öffentliche Fördergeber.
Eine Alternative zu Horten und privater Kinderbetreuung stellen private Nachmittags- und Lernbetreuungsangebote sowie Elterninitiativen dar. So gibt es an manchen Schulen privat organisierte Nachmittags- und Lernbetreuungsangebote. Mancherorts werden Schülerbetreuungsangebote auch von engagierten Elterninitiativen ins Leben gerufen. Die Volksschule 26 in Linz bietet beispielsweise eine Morgenaufsicht und anschließenden After School Club mit attraktiven Freizeitangeboten und Mittagsverpflegung an.
Neben Elterninitiativen gibt es auch Privatinitiativen, die flexible stundenweise Kinderbetreuung, Ferienbetreuung, Betreuung kranker oder behinderter Kinder, wechselseitige Kinderbetreuung etc. anbieten.


