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Wochenbett

 

Nach der Geburt beginnt schon mit der Nachgeburt das Wochenbett.

 

In dieser Zeit bilden sich die Veränderungen, die es während der Schwangerschaft gegeben hat, zurück und die geburtsbedingten Verletzungen heilen ab. Die Milchproduktion setzt ein und die Eierstöcke beginnen ihre gewohnte Tätigkeit aufzunehmen.

Eltern und Kind nach der Geburt

Durch die Ablösung der Plazenta kommt es zu einer zuerst starken Blutung an der Gebärmutterschleimhaut, die nach den ersten beiden Tagen in den so genannten Wochenfluss übergeht.

 

Während dieser Wochenfluss anhält, ist Hygiene besonders wichtig: eine aufsteigende Infektion der Wunde in der Gebärmutter führt nämlich zu Kindbettfieber.

 Der Rückbildungsprozess ist nach 6 bis 8 Wochen abgeschlossen.

 

 

Baby Blues und Wochenbettdepression

In den ersten Wochen nach der Geburt machen sich Mütter oft große Sorgen, meist um das Kind, fühlen sich traurig, ängstlich, unsicher und weinen oft.

Dieses Stimmungstief wird Baby Blues genannt. Ursache ist hauptsächlich die hormonelle Umstellung nach der Geburt. Meist verschwinden die Symptome nach wenigen Stunden oder Tagen von selbst.

 

Über den Babyblues hinaus gibt es aber auch schwerwiegendere Zustände wie Depressionen oder schwere psychotische Erkrankungen, die bis zum Selbstmord führen können: betroffene Mütter brauchen unbedingt Hilfe und sind aufgrund ihrer Erkrankung meist nicht fähig, diese selbst einzufordern.

 

Haben Sie den Verdacht, eine Mutter könnte von so einer psychischen Erkrankung betroffen sein (dies ist jederzeit in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes möglich), zögern Sie nicht, Hilfe zu suchen!

 

Mögliche Anlaufstellen finden Sie hier.

 

 

Rückbildungsgymnastik

Durch die Schwangerschaft und die Geburt wird die Beckenbodenmuskulatur stark belastet und gedehnt. In der Folge können Senkungsbeschwerden (wie Scheiden- und Gebärmuttersenkung) und Inkontinenz auftreten. Um dies zu vermeiden, beginnen Sie möglichst bald mit Rückbildungsgymnastik.

 

Infos zu entsprechenden Angeboten in Ihrer Umgebung erhalten Sie direkt im Familienservicebüro des OÖ Familienbundes oder bei Ihrer Gemeinde / Ihrem Magistrat.

 

Tipp:

Auf www.youtube.com oder ähnlichen Plattformen finden Sie auch Videos, die ausführlich und professionell entsprechende Übungen erklären.