Kinder mit Handicaps
Um eine mögliche Entwicklungsverzögerung oder ein eventuelles Handicap Ihres Kindes frühzeitig erkennen und es gezielt unterstützen bzw. fördern zu können ist es wichtig, die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen vor und nach der Geburt gewissenhaft wahrzunehmen, denn diese dienen vor allem der Kontrolle der kindlichen Entwicklung.
Auch im Alltag gibt es verschiedene Signale, auf die Sie achten sollten: kann Ihr Baby zum Beispiel den Kopf nicht heben, sind Arme und Beine deutlich schlaff oder reagiert der Nachwuchs nicht auf Kontaktaufnahmen wie Singen, Streicheln und Kitzeln, kontaktieren Sie am besten Ihre Kinderärztin/Ihren Kinderarzt – ebenso, wenn es sonstige Auffälligkeiten in der Entwicklung Ihres Kindes gibt.
Wenn Sie denken oder vielleicht schon wissen, dass Ihr Kind krank ist, gilt: nehmen Sie jede mögliche Hilfe an! Sie sind nicht allein, es gibt viele Einrichtungen von öffentlicher Hand oder auch Vereine und Selbsthilfegruppen, die sich mit diesem Themenbereich beschäftigen und Ihnen zur Seite stehen. Ihr kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen und Anliegen rund um Handicaps und Krankheiten ist die Familieninformationsstelle des Bundessozialamts in Linz.
Das vielleicht wichtigste Schlagwort in der Betreuung besonderer Kinder lautet „Frühförderung“. Darunter versteht man verschiedenste Leistungen aus der Medizin, Psychologie und Pädagogik, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern in den ersten Lebensjahren sowie deren Familien ausgerichtet sind. Wichtig ist dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Fachleuten aus den verschiedensten Bereichen und den betroffenen Eltern.
Eine andere Organisationsform, die zum Ziel hat, Stress und Unsicherheiten möglichst zu verhindern, ist die so genannte Hausfrühförderung.
Frühförderung ist das A und O für entwicklungsverzögerte oder gehandicapte Kinder, trotzdem gilt: es ist wichtig, das richtige Maß für Ihren Nachwuchs zu finden, und weder das Kind selbst noch die Familie zu überfordern.


