Frühgeburt
Frühgeburten sind Babys, die vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden (üblicherweise dauert die Schwangerschaft 40 Wochen).

Glücklicherweise sind die Überlebenschancen für Babys, die ab der 24. SSW das Licht der Welt erblicken, dank moderner technischer und medizinischer Erkenntnisse sehr gut.
Dennoch ist es sehr wichtig, Risikofaktoren sowie Ursachen von möglichen Frühgeburten zu kennen, um die Gefahr einer Frühgeburt möglichst gering halten zu können. Aus dem gleichen Grund sind die Vorsorgeuntersuchungen im Rahmen des Mutter-Kind-Passes wesentlich für die Gesundheit Ihres Kindes.
Charakteristisches Anzeichen für eine möglicherweise drohende Frühgeburt sind vorzeitige Wehen: viele Frauen nehmen dabei ein Ziehen im Rücken wahr. Zusätzlich kommt es oft zu einem Blasensprung. Mit diesen Anzeichen sollten Sie ein Krankenhaus aufsuchen: dort sind Sie jetzt in den besten Händen!
Ein Frühchen, das ab der 24. SSW geboren wurde, hat eine sehr hohe Chance auf ein gesundes Leben ohne Beeinträchtigungen von über 95 %. Dennoch: ist ein Frühchen geboren, stehen ihm selbst und den Eltern schwere, sorgenvolle Wochen bevor, weil die frühe Geburt dennoch ein Gesundheitsrisiko für das Baby darstellt.
Frühgeborene Kinder werden meist zuerst im Brutkasten (Inkubator) versorgt. Bis etwa zur 35. SSW ist die Lunge des Kindes noch nicht vollständig ausgereift, zudem wird oft der Kreislauf medikamentös unterstützt. Besonders Babys unter 1.000 g werden häufig beatmet und künstlich ernährt.
Als Eltern werden Sie möglichst bald in die Versorgung eingebunden: für beide Seiten ist der persönliche Kontakt nämlich besonders wichtig.
Frühgeborene werden meist nach Hause entlassen, wenn sie ein Gewicht von etwa 2.000 g erreicht haben, was meist ungefähr zum ursprünglich errechneten Geburtstermin der Fall ist.


